Im Artikel über käuflich erhältliche Metronom-Apps mit Gap Click, d.h. das Metronom setzt eine einstellbare Anzahl an Takten aus, blieb kein Kandidat übrig, der sämtliche meiner Wünsche zu erfüllen vermochte. Daher habe ich mein eigenes gebaut.
Meine Wunschliste
Auf dem Markt habe ich keine Metronom-App mit Gap Click gefunden, die folgende Voraussetzungen erfüllt:
- Verschiedene Klickgeräusche für verschiedene Notenwerte, also eine Achtelnote klingt anders als eine 16tel-Note
- Halbwegs einfache Bedienung
- Shuffle, also Triolen Ghne mittleren Klick
- Eine Stoppuhr, die anzeigt, wie lange das Metronom bereits läuft
- Einmaliger Kaufpreis, kein Abo
Folgerichtig habe ich mit Rust eine Metronom-App erstellt, die all diese Features beinhaltet. Sie ist im Browser abrufbar. Das Ganze läuft dann lokal im Browser und das funktioniert auch auf dem Smartphone. Das Ding kann man unter https://bertiqwerty.com/drumgroove ausprobieren. Feedback gerne an mich.
Weitere Features
Beim Basteln habe ich nebenher ein paar weitere Features mitimplementiert. Neben Klickgeräuschen gibt es auch Hi-Hat, Snare und Kick-Drum. Dazu habe ich frei verfügbare Sounds aus dem Internet verwendet. Ich überlege, selbst ein paar Aufnahmen zu machen und diese zu ersetzen. Dann füge ich evtl. auch Toms hinzu. So kann man nicht nur zu einem Metronom spielen, sondern auch auf die Schnelle mit Drumgrooves experimentieren. Die Grooves kann man sogar per Link mit anderen teilen.
Beschreibung
Die Einstellung der BPM ist ganz oben zu finden und sollte selbsterklärend sein. Die Taktart ist darunter unter Time Signature zu finden mit den folgenden Optionen:
# Beatsbezeichnet die Anzahl der Viertelnoten im TaktSubdivisionsteht für Unterteilung aller Viertelnoten:1: Viertelnote2: Achtelnoten3: Achteltriolen4: 16tel-Noten6: 16tel-Triolen8: 32tel-Noten
Unter Gap Click kann man einstellen, wie viele Takte mit Ton (Sound Bars) von wie vielen aussetzenden Takten gefolgt werden (Mute Bars).
Der Play-Knopf startet das Metronom. Der TAB Knopf ermittelt die BPM anhand des Abstands, mit dem er betätigt wird interpretiert als Viertelnote. Mit Reset setzt man die Stoppuhr zurück.
Darauf folgt das Herzstück. Das bunte Gitter lässt sich per Knopf entweder horizontal oder vertikal ausrichten. Jede Zelle des Gitters ist ein Knopf und zeigt je nach Instrument verschiedene Soundoptionen an. Mit jedem Betätigen eines Gitterknopfes kommt ein neuer Sound oder die Deaktivierung zur entsprechenden Zählzeit. Es gibt 4 Klickgeräusche, offene und geschlossene Hi-Hat und die leise und normale Snare. Nur die Kick-Drum ist entweder aktiviert oder nicht.
Der Fold und Unfold Knopf stampft das Gitter auf das Nötigste zusammen, um Platz zu sparen. Beispielsweise, wenn ich 4 als Subdivision eingestellt habe, erhalte ich ein 16tel-Gitter. Für die Beats 1 bis 3 beanspruche ich in diesem Beispiel nur Achtelnoten. Nach dem Klick auf Fold werden nur noch Achtelnoten für Beats 1 bis 3 angezeigt. Angenommen, Beat 4 besteht aus einem “Erd-beer-tor-te”-16tel-Fill, dann bleibt Beat 4 wie er ist.
Das unfolded Gitter sieht folgendermaßen aus.
Durch den Klick auf Fold wird daraus
Oder hier zum Ausprobieren.
Der einzige Weg, eine Gitterkonfiguration zu speichern, ist es, sich einen Link in die Zwischenablage zu kopieren und diesen zu speichern. Dazu drückt man den Knopf Copy Groove Link to Clipboard.